Baumert Tischlerei – Küchenstudio Oberhausen
Küche renovieren statt neu kaufen: Wann sich ein Küchen-Facelift lohnt

Küche renovieren statt neu kaufen: Wann sich ein Küchen-Facelift lohnt

Die Küche funktioniert noch tadellos, aber die Fronten sehen aus wie 2008? Dann müssen Sie nicht gleich alles herausreißen. Beim Küchen-Facelift bleiben Korpusse, Auszüge und Geräte stehen – erneuert werden nur die sichtbaren Teile: Fronten, Arbeitsplatte und Rückwand. Wir erklären, wann sich eine Küchenrenovierung lohnt, was dabei genau passiert und wie Sie Ihre Küche in Oberhausen in zwei bis drei Wochen optisch neu bekommen.

Was ist ein Küchen-Facelift?

Eine Einbauküche besteht aus zwei Welten. Die erste ist unsichtbar: Korpusse, Scharniere, Schubkästen, Auszüge, Sockel. Die zweite sehen Sie jeden Tag: Fronten, Arbeitsplatte, Nischenrückwand, Griffe. Das Facelift tauscht nur die zweite Welt. Die Korpusse bleiben an der Wand, die Geräte bleiben in ihren Nischen, die Anschlüsse bleiben, wo sie sind.

Das Ergebnis sieht aus wie eine neue Küche, weil Sie von einer Küche im Alltag vor allem die Oberflächen wahrnehmen. Der Aufwand ist aber ein Bruchteil: kein Ausbau, kein Elektriker, kein Fliesenleger, keine wochenlange Baustelle. Fronten und Arbeitsplatten beziehen wir in Ihrer Wunschausführung über unsere Produktionspartner, die Anpassung auf das Maß vor Ort übernimmt unsere Tischlerei – montiert wird bei Ihnen, meist innerhalb von zwei bis drei Wochen ab Auftrag.

Küchenfronten in mattem Petrol mit Arbeitsplatte und Nischenrückwand in Nussbaum-Dekor und beleuchteten Vitrinenschränken
Fronten in Petrol, Arbeitsplatte und Rückwand in Nussbaum-Dekor: Diese Kombination aus unserem Projekt Laguna lässt sich auch auf bestehende Korpusse übertragen.

Wann lohnt sich ein Facelift – und wann nicht?

Die ehrliche Antwort: nicht immer. Ob Ihre Küche ein Kandidat ist, entscheidet der Zustand der Korpusse. Diese fünf Punkte prüfen wir beim Aufmaß – Sie können sie vorab selbst durchgehen:

  1. Korpusse und Böden sind trocken. Öffnen Sie den Spülenunterschrank und den Schrank neben dem Geschirrspüler. Sind Boden und Seitenwände glatt und fest, ist alles in Ordnung. Aufgequollene Kanten oder ein weicher Boden sprechen gegen das Facelift.
  2. Scharniere und Auszüge laufen sauber. Hängende Türen oder hakende Schubkästen sind meist kein Problem: Scharniere und Auszugsschienen lassen sich austauschen. Verzogene Korpusse dagegen nicht.
  3. Der Grundriss passt noch. Wenn Sie mit der Aufteilung zufrieden sind und nur die Optik stört, ist das Facelift ideal. Soll die Spüle an eine andere Wand oder eine Insel dazukommen, ist eine neue Küchenplanung der bessere Weg.
  4. Die Geräte tun, was sie sollen. Einzelne Geräte lassen sich beim Facelift mit tauschen, etwa ein Kochfeld oder ein Backofen in Standardmaßen. Sind alle Geräte am Ende ihrer Lebensdauer, rechnen Sie beide Varianten gegeneinander.
  5. Die Korpusse haben Substanz. Küchen aus dem Küchenstudio oder vom Tischler haben in der Regel Korpusse aus 16 oder 19 Millimeter starken Platten mit sauberen Kanten. Die halten locker eine zweite Front-Generation aus. Bei sehr dünnen Korpussen aus dem Mitnahmemarkt lohnt die Investition in hochwertige Fronten oft nicht.

Treffen die Punkte zu, ist das Facelift fast immer die wirtschaftlichere Entscheidung. Treffen zwei oder mehr nicht zu, sagen wir Ihnen das beim Aufmaß offen – und planen stattdessen eine neue Küche mit Ihnen.

Küchenfronten erneuern: Was ist möglich?

Die Fronten sind das Herzstück jeder Küchenrenovierung. Türen und Schubladenblenden bestellen wir in Ihrer Wunschoberfläche bei unseren Produktionspartnern. Die Anpassung an Ihre bestehenden Korpusse übernehmen wir in der eigenen Werkstatt: Bohrungen für Ihre Scharniere, Ausschnitte und Zuschnitt auf das Maß vor Ort, damit die neuen Fronten auf den alten Töpfen sitzen und sich exakt einstellen lassen. Bei der Oberfläche haben Sie die Wahl:

  • Lackierte Fronten in jeder gewünschten Farbe, matt oder glänzend. Der Klassiker für einen kompletten Farbwechsel, etwa von Buche zu einem gedeckten Salbeigrün oder einem tiefen Blau.
  • Furnierte Fronten mit echtem Holz an der Oberfläche – für alle, die Maserung und Wärme möchten, ohne auf Massivholz-Preise zu gehen.
  • Grifflos oder mit Griff. Wer heute Griffe hat, kann beim Facelift auf Griffleisten oder Griffmulden wechseln. Umgekehrt setzen neue Stangengriffe auf schlichten Fronten einen deutlichen Akzent.

In unserer Ausstellung am Postweg in Oberhausen stehen Hunderte Frontmuster zum Anfassen bereit – von Hochglanz über Supermatt bis zu Holzdekoren. Matt und Glanz, kühle und warme Töne wirken nebeneinander ganz anders als am Bildschirm. Wie Sie Ihre neuen Fronten anschließend lange schön halten, lesen Sie in unserem Beitrag Küchenfronten richtig pflegen.

Arbeitsplatte und Rückwand: der zweite große Hebel

Eine neue Arbeitsplatte verändert eine Küche fast so stark wie neue Fronten – und sie ist oft überfällig, weil die alte Platte an der Spüle aufgequollen oder am Kochfeld verfärbt ist. Beim Facelift messen wir die Platte millimetergenau ein. Die Ausschnitte für Spüle, Kochfeld und Armatur fertigen wir selbst an, damit alles auf das Maß vor Ort passt. Materialien, die wir verarbeiten:

  • Naturstein und Quarzkomposit – robust, hitzebeständig, in vielen Farbtönen.
  • Keramik – sehr kratzfest und unempfindlich gegen Hitze und Säuren.
  • Massivholz – warm, reparierbar und mit den Jahren schöner.
  • Hochwertige Laminate – die günstige Variante mit großer Dekorauswahl, von Steinoptik bis Spachtelbeton.

Dazu passt eine neue Nischenrückwand zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken. Sie ersetzt alte Fliesen ohne Stemmarbeiten: Die Rückwand wird einfach auf die vorhandene Fläche gesetzt. Arbeitsplatte und Rückwand aus demselben Dekor lassen die Küche wie aus einem Guss wirken – wie in unserem Projekt Laguna.

Küche unter einer Dachschräge mit blaugrauen Fronten, Stangengriffen, Arbeitsplatte in Eichendekor und Kopffreihaube
Fronten in Blaugrau mit Eichendekor-Arbeitsplatte unter der Dachschräge: unser Projekt Roble in Oberhausen.

So läuft ein Küchen-Facelift bei Baumert ab

  1. Anfrage mit Fotos. Über unser Facelift-Formular laden Sie bis zu fünf Fotos Ihrer Küche hoch und tragen ein, welche Fronten, Arbeitsplatten oder Rückwände erneuert werden sollen – mit groben Maßen. Sie erhalten innerhalb eines Werktags eine erste, unverbindliche Einschätzung.
  2. Aufmaß vor Ort. Wir kommen zu Ihnen nach Oberhausen oder ins Ruhrgebiet, prüfen die Korpusse, nehmen jede Front einzeln auf und besprechen Material, Farbe und Griffe.
  3. Bestellung und Anpassung. Fronten und Arbeitsplatten bestellen wir in Ihrer Wunschausführung bei unseren Produktionspartnern. Bohrungen, Ausschnitte und den Zuschnitt auf das Maß vor Ort fertigen wir anschließend in unserer Werkstatt an – passend zu Ihren Korpussen, nicht nach Rastermaß.
  4. Montage an einem Tag. Alte Fronten ab, neue dran, Arbeitsplatte wechseln, Rückwand setzen. In den meisten Küchen ist das an einem Tag erledigt, und Sie kochen abends wieder in Ihrer eigenen Küche.

Was kostet ein Küchen-Facelift?

Eine pauschale Zahl wäre unseriös, weil der Preis von der Anzahl der Fronten, der Oberfläche und dem Plattenmaterial abhängt. Zwei Dinge lassen sich aber sagen. Erstens: Weil Korpusse, Geräte, Elektrik und Sanitär bleiben, entfällt der größte Teil dessen, was eine neue Küche teuer macht. Zweitens: Sie bekommen vor dem Aufmaß ein konkretes Angebot auf Basis Ihrer Fotos und Maße – ohne Verpflichtung.

Ein Teil der Kosten kommt zudem über die Steuer zurück. Das Facelift ist eine Modernisierungsarbeit im eigenen Haushalt. Der Lohnanteil für Aufmaß, Montage und Anfahrt lässt sich deshalb als Handwerkerleistung nach § 35a EStG absetzen: derzeit 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr, direkt von der Steuerschuld.[1] Das gilt für Mieter wie für Eigentümer. Ab 2027 soll der Bonus auf 15 Prozent und 900 Euro sinken.[2] Wer die Montagerechnung noch 2026 bezahlt, sichert sich den vollen Satz – die Details haben wir im Beitrag Handwerkerbonus wird gekürzt zusammengefasst.

Nebenbei: die nachhaltigste Küche ist die, die bleibt

Beim Facelift landen keine Korpusse im Container und es werden keine neuen gefertigt. Was funktioniert, wird weiterverwendet; was Sie täglich sehen, wird neu. Das spart Material, Transport und Entsorgung – und ist aus unserer Sicht als Tischlerei schlicht die vernünftigere Lösung, wenn die Substanz stimmt. Massivholz-Arbeitsplatten lassen sich obendrein abschleifen und nachölen, statt ersetzt zu werden.

Fazit

Küche renovieren statt neu kaufen funktioniert, wenn die Korpusse trocken, die Beschläge intakt und der Grundriss stimmig sind. Dann bringen neue Fronten, eine neue Arbeitsplatte und eine Rückwand nach Maß die Küche in zwei bis drei Wochen auf den Stand von heute – für einen Bruchteil des Neupreises und mit dem Handwerkerbonus auf den Montageanteil.

Sie möchten wissen, ob Ihre Küche ein Kandidat ist? Laden Sie ein paar Fotos in unser Facelift-Formular – Sie bekommen innerhalb eines Werktags eine unverbindliche Einschätzung. Oder kommen Sie mit den Fotos direkt in unsere Ausstellung in Oberhausen und vergleichen Sie Fronten und Arbeitsplatten vor Ort.

Quellen

  1. Einkommensteuergesetz (EStG), § 35a Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen. gesetze-im-internet.de
  2. IWW Institut: Handwerkerbonus in § 35a EStG soll 2027 sinken – so holen Sie 2026 noch alles raus. iww.de

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Die Kürzung des Handwerkerbonus ist noch nicht beschlossen. Dieser Beitrag stellt keine Steuerberatung dar.

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